IOC: Politik der hohlen Hand
„Treffen der Jugend der Welt“ – so sie nicht schon tot ist:

In einem offenen Brief wandte sich bereits im Juli 2011 die Initiative „athletesagainstdowchem“ gegen das Sponsoring der Olympischen Sommerspiele in London 2012 durch das Chemieunternehmen Dow Chemical.
Dow war Hersteller des berüchtigten Entlaubungsmittels Agent Orange und des nicht minder berüchtigten Kampfstoffes Napalm, die u.A. im Vietnamkrieg großflächig zum Einsatz kamen. Dow ist auch der Rechtsnachfolger des widerum berüchtigten Chemieunternehmens Union Carbide, in dessen Verantwortung der folgenreichsten Industrieunfall der Geschichte im indischen Bhopal lag.
Bei all diesen Unternehmungen wurde Geld verdient, eine Verantwortung aber stets formal juristisch abgelehnt – ein humanitärer, olympischer Gedanke nie in Erwägung gezogen.
Kostenloskultur?
Der heutige 20. Mai ist Museumstag mit freiem Eintritt in die Museen, in Erinnerung an eine längst vergangene Kostenloskultur menschlicher Bildung. [heise online, Was war. Was wird., 20.05.2012]
Studie: Piraterie fördert Verkäufe
„The findings suggest that file sharing of an album benefits its sales.“
Profit Leak? Pre-Release File Sharing and the Music Industry
Weitere Quellen zum Thema.
Tönendes, Flüssiges und Störendes
Springer-Boykott
Streit der Woche zum Springer-Boykott, taz, 28.04.2012, Julia Burkhart
… der zeitweilige Bild-Kolumnist Peter Gauweiler: Die Frage nach einem Boykott sei „eine ziemliche Unverschämtheit aus dem Mund von Alt-68ern“. Schließlich sei Axel Springer einer der Menschen gewesen, ohne die der Westen bis zur sowjetischen Perestroijka nicht durchgehalten hätte. „Die taz, die bei einem Sieg der DDR keine Chance gehabt hätte, sollte sich bei Springer bedanken“, empfiehlt CSU-Mann Gauweiler.
(woi) Ja, genau! Und ohne den Autobahnbau – damals …
Tokyo ohne Strom …
… aus Atomkraftanlagen:
2012/05/06 21:51Ziemlich nett – ist es nicht?
Nur so …
(Wikipedia) Der Mai 1968 (auch Pariser Mai) stand im Zentrum der 68er-Bewegung in Frankreich. Am 3. Mai 1968 besetzten politisch linksstehende Studenten die Räume der Universität Sorbonne, nachdem eine Versammlung in der Universität verboten worden war. Dort sollte gegen die Schließung der Universität von Nanterre am Morgen desselben Tages protestiert werden. Bei der am Nachmittag durchgeführten Räumung setzte die Polizei Tränengas ein, 200 Studenten wurden festgenommen und abtransportiert. Daraufhin begannen heftige Unruhen im Quartier Latin. Einige Tausend Demonstranten lieferten sich Straßenschlachten mit der zunehmend überforderten Polizei. Die Unruhen führten zu einem wochenlangen Generalstreik, der das ganze Land lahmlegte.[weiter …]
Schock! – 90 Prozent der Deutschen nicht integriert!?
Erinnern Sie sich an die „Schock-Studie“? Natürlich nicht. Man kann sich ja nicht jede Schlagzeile der Bildzeitung merken. Aber die war schon knallhart: SCHOCK-STUDIE! JUNGE MUSLIME VERWEIGERN INTEGRATION! Ist das nicht schrecklich? Also wenn mir spät abends eine grölende Gruppe von Muslimen entgegen kommt, wie neulich, da wechsel ich auch schnell die Straßenseite. Da hat unser Innenminister schon Recht, solche Typen missbrauchen krass meine Gastfreundschaft!
Wie bitte? Wie ich erkannt hab, dass es Muslime sind? Ja hätt ich die auch noch fragen sollen? Vielleicht waren es ja keine Türken, sondern Russen. Oder welche aus Daxlanden oder Durlach-Aue. Deutsch gegrölt haben sie jedenfalls, stimmt schon. Und ausgesehen haben sie alle nicht, als hätten sie eine steile Karriere vor sich.
Was? Warum es der Innenminister und die Bildzeitung immer mit den Muslimen haben? Na, das weiß ich auch nicht. Jedenfalls hab ich noch nie gelesen: Der gute Christ Wulff hat abgezockt!? Oder wie hieß er noch, der Baron in Gel? Bei dem stand ja auch nicht in der Bildzeitung: Schock! Der bekennende Katholik Baron von und zu Guttenberg hat betrogen und gelogen. Oder haben Sie schon mal so eine Schlagzeile gelesen: Schande! Die voll integrierten christlichen Banker rauben uns aus! Na also. So blöd sind die nicht, dass sie es mit denen verderben.
Bitte? Warum die Politiker und die Banker und Bild so dicke Freunde sind? Das kann ich Ihnen sagen. Da hat man so eine große Umfrage gemacht. Und danach sind 90 Prozent der Leute hier überzeugt, dass es in Deutschland ungerecht zugeht. 90 Prozent! Da fragt man sich dann: Wer sind denn die restlichen zehn Prozent? Ich denk, das sind die zehn Prozent, die in Deutschland zwei Drittel des ganzen Vermögens bei sich gehortet haben. Die finden das voll gerecht. Ob da auch die paar Hundert Milliarden mitgerechnet sind, die sie heimlich auf die Schweizer Konten geschafft haben? Da muss ich nochmal nachfragen.
Wie bitte? Ob das gerecht ist? Nee. Und wenn 90 Prozent der Leute hier die Verhältnisse für ungerecht halten, können sie auch nicht gut integriert sein, oder? 90 Prozent der Deutschen nicht integriert!? Man kann doch nicht ständig über den Tisch gezogen werden und dann die „Wertegemeinschaft“ mit vollem Herzen bejahen, oder? Also ich denk, ausgeschlossen werden und integriert sein geht nicht zusammen. In Berlin gibt es Stadtteile, da sind 60-70 Prozent der Kinder und Jugendlichen arm. Und ich hör, acht Millionen schaffen für einen Niedriglohn! In Deutschland! Nun raten Sie mal, wo unser Geld, auch Ihr Geld hinwandert. Das ist eine Art Krötenwanderung: Ihre Kröten sind zu den Millionären hingewandert. Von denen gibt es inzwischen fast eine Million bei uns. Und die haben exakt so viel Geld wie die übrigen 81 Millionen in Deutschland! Da frag ich mich schon: Wieso gibt’s da nicht mehr Zoff?
Manchmal denk ich, eigentlich sind es die Banker und Manager und Politiker, die die Integration verweigern. Die zocken gnadenlos ab und wir können dann zahlen. Ich wünsch denen ja nichts Böses, aber… Geben wir ihnen eine Chance zur Integration, dieser kleinen radikalen Minderheit!
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